Haus am Gern, KlHaus, 2018, Foto / photo: Rudolf Steiner

KlHaus

1.12.2018-22.2.2022

Ein Projekt von Haus am Gern

Im Garten vor dem Kunsthaus Pasquart steht ein kleines Haus: das «KlHaus». Darin wird drei Jahre lang gesammelt und versammelt, was sich an einem Ort 800 Kilometer nordöstlich abspielt, bzw. all das, was dieser andere Ort an Denk-, Bild- und Tonmaterial generiert. Dieser Ort befindet sich in einer Gartenlaube eines Schrebergartens in Leipzig. Er wurde 2005 von Haus am Gern in Form eines weissen Raumes in die Gartenlaube der Parzelle 266 des Kleingartenvereins Anger-Crottendorf eingebaut, nach EN ISO 14644 contamination control standard von der auf Reinigung von Reinräumen spezialisierten Firma Pro_Con gereinigt, versiegelt und von Haus am Gern zum «GESCHICHTSFREIEN RAUM» erklärt. Es ist der einzige Raum seiner Art auf unserem Planeten.

• Prof. Dr. phil. Jasper A. Friedrich konstruiert den «GESCHICHTSFREIEN RAUM» in Leipzig virtuell und führt ein Gartentagebuch

www.hausamgern.ch

Aktuell @ KlHaus:

7.12.2019, 17:00

Vernissage: „Sammlung Ketterer-Ertle RELOADED“

BEER-OPENING – „KL HAUS SPEZIALBIER“

editiert & brassiert by HAUS AM GERN & PRIVATE GRIMM BRAUEREI 

Der dipl. Braumeister Daniel Grimm hat schon für die Reinheit im Geschichtsfreien Raum in Leipzig gesorgt. Am 26.10.2019 braute er zusammen mit Haus am Gern im KlHaus nach dem Bieler-Reinheits-Gebot ein paar exklusive Flaschen Gerstensaft vom Feinsten, die bis zum 7.12.2019 lagern, und dann um 18:30 ausgetrunken werden.

19.10.-5.12.2019

SOMETHING FROM HONG KONG von Cheung Tsz Hin und Ling Pui Sze

KünstlerInnen sind weltweit unterwegs und deshalb auch vernetzt. Die Wege der beiden Kunstschaffenden Cheung Tsz Hin (*1987) und Ling Pui Sze (*1989) aus Hong Kong und der zwei Bieler Künstlerinnen Susanne Walther und Barbara Meyer Cesta kreuzten sich in Island.  Aus Anlass einer Europareise werden Cheung Tsz Hin und Ling Pui Sze nun im KlHaus eine Intervention machen – Raum und Zeit lassen sich immer wieder kurzfristig überwinden. Die Kunstkritikerin Alice Henkes wird sich mit den beiden Gästen darüber unterhalten, wie Kunstschaffende in Hong Kong mit dem aktuellen Zeitgeschehen umgehen.

21.9.-18.10.2019

 SLEEP CYCLE, analoge s/w Fotografie, div. Dimensionen

«Sleep Cycle» nennt sich eine App, die – einmal auf dem Smartphone installiert – von der Matratze aus den Schlaf überwacht und analysiert. Die App verspricht, das Beste aus dem Schlaf herauszuholen, damit der Schläfer oder die Schläferin den stressigen Alltag noch besser bewältigt und verkraftet – die Selbstoptimierung und Competition macht nun auch vor dem wohl einzigen Zustand nicht mehr Halt, in dem wir gar nicht mehr «bei uns selber sind», sondern anderswo, im Schlaf nämlich, beim «kleinen Bruder des Todes». Keinerlei Selbstoptimierung betreibt hingegen Wojciech Niedzielko, wenn er die analoge Kamera auf sein  Bett richtet, den Verschluss öffnet und sich schlafen legt. Die Kamera zeichnet während der ganzen Nacht auf, was sich vor ihrer Linse abspielt. Das ist nicht viel und ist doch «das halbe Leben», das wir ja bezeichnenderweise schlafend verbringen. Diese schlafenden Selbstportraits von Wojciech Niedzielko transportieren eine unendliche Melancholie und Trauer über die «verschlafenen» Möglichkeiten und die Unmöglichkeiten, dieses Leben noch einmal nachzuholen. Auf dem Blog von Wojciech Niedzielko (http://wojtekniedzielko.blogspot.com) findet sich unter vielen anderen Bildern ein Foto mit dem Titel «Dziadek Stanisław». Es zeigt ebendiesen Grossvater Stanisław aufgebahrt auf dem Totenbett, und ein paar Klicks weiter ein Bild, das den Heustock in der Scheune seines Grossvaters zeigt mit der Legende: «Ich möchte gerne noch einmal eine Nacht im Heu in der Scheune meines Grossvaters verbringen. Trauer». Die polnische Sprache macht übrigens keinen Unterschied zwischen den Wörtern Schlaf und Traum.

Wojciech Niedzielko, polnischer visueller Künstler, *1959 in Ełk, gründete 1999 zusammen mit Igor Krenz die «Grupa Usługi Fotograficzne (Photo Service Group)». Seit 2001 Mitglied der Video- und Performance Gruppe «Azorro». Er lebt und arbeitet in Warschau.

18.8.2019

„MARIAGE“
de CYNDIE & RAPHAËL

Das echte Leben zieht ein: Cyndie und Raphaël heiraten im KlHaus!
Das Dekor besteht aus einer « Installation végétale » des Brautpaares: Unter dem Dach des KlHaus hängen sie Pflanzen zum Trocken auf, die im Herbst im KlHaus als Andenken erhältlich sind.

ALLE sind zum Hochzeitsfest eingeladen, die dabei sein wollen, wenn im KlHaus eine neue Geschichte beginnt.

PROGRAMM/E

ab/dès
14:00h Apéro, Buffet*
15:00h Cérémonie**
15:30h Musique***

permanent: Installation végétale****

* LE MENU :
• Apéro, Buffet par Batavia Epicerie Moderne
• Leipziger Allerlei & Leipziger Lerchen
interprété par maître cuisinier Rolf Bähler
• Gelati fait maison par EYE SCREAM

** CÉRÉMONIE performative
interprété par maître de cérémonie Rudolf Steiner

*** INSTALLATION végétale  jusqu’au sèchage final

**** DJ set par Dany Digler

VOTRE CADEAU DE MARIAGE: veuillez prêter attention à la COLLECTE
pour soutenir les intervenants de l’événement
IHR HOCHZEITSGESCHENK: bitte beachten Sie die KOLLEKTE
zur Unterstützung der Festbeiträge

24.7.-16.8.2019 

„THE FRIENDLY HERMIT“ 
a sound installation by MR. SCHÜTZ

Was man hört:
8 lange Loops, aufgenommen in den letzten paar Monaten, mit (meist) präpariertem akustischem oder elektrischem Cello. Zwischen jedem Loop eine kurze Unterbrechung: ein paar einzelne Töne, ein Robert-Walser-Gedicht aus der Sammlung von frühen Gedichten, “Au Bureau”, 1909 herausgegeben, aufgenommen von mir in der französischen Übersetzung; ein kleiner Gruss Richtung Robert-Walser-Sculpture >>

17.6.-23.6.2019

Le temps d’une semaine, l’écrivain Antoine Rubin a pris ses quartiers dans la KlHaus. Apportant le strict minimum, il développe une réflexion autour de la vie dehors avec un toit au-dessus de la tête. Le temps passé sur place se traduit en journal qu’il augmente au fur et à mesure des jours avant de le restituer à la ville.

Die Texte werden danach bis Mitte Juli im KlHaus zur Lektüre aufliegen.

PREKARIA – eine Video-Oper von Studio Prekär

Marie-Luise Lange & Jeroen Singer
3-Kanal-Videoinstallation, ca. 3h

Eröffnung 10.5.2019, 18 Uhr

Dauer der Ausstellung bis 16. Juni 2019, Finissage um 17 Uhr

Wie manifestiert sich eine Idee der Vergangenheit in der Gegenwart? Die Video-Installation PREKARIA untersucht den Zwiespalt und die Sprachlosigkeit, die mit dem Wandel eines gesellschaftlichen Systems einhergehen. Verzerrte Bilder, Bruchstücke und Fetzen von Gesprächen, Gesten und emotionalen Eindrücken verweben sich mit abstraktem Chor- und improvisiertem Operngesang. Das dokumentarische Material wird vielschichtig interpretiert und einer effektvollen Transformation unterworfen. Nicht die Suche nach der Wahrheit steht im Mittelpunkt der Arbeit, sondern der Versuch eine Erfahrung greifbar zu machen. Damit ist nicht nur die Erfahrung anderer gemeint, sondern die Schwierigkeit das Zerrbild der Geschichte bei sich selbst neu zu ordnen.

Katalog mit DVD by Edition Haus am Gern

supported by videocompany.ch

PRECISION AND RECALL
Hartmut Abendschein
Suchbewegung in der Ordnung der Dinge
16.3.-13.4.2019, Finissage 13.4.2019, 17:00

14.4.2019, 17:00 @ KlHaus:

DER GESCHICHTSFREIE RAUM UND DER APFELBAUM
Eine botanisch architektonische Fabel by Helmut Dick, vorgetragen von Helmut Dick und Vera Trachsel.

Im gesunden Hier und Jetzt haben Apfelbäume möglicherweise, und Räume ganz sicher kein Bewusstsein. In einem der unzähligen, nirwanischen Subräume allerdings – die zueinanderkommend zu einer Art Brummton verschmelzen – ist nicht nur jede erdenkliche und noch nicht gedachte Konstellation vorstellbar, sondern geradezu logisch: Bäume und Räume wissen wer sie sind und sprechen … sogar miteinander.

Der Geschichtsfreie Raum und der Apfelbaum @ Leipzig, 30.5.2016

Die Errichtung von KlHaus wurde dank dem unentgeltlichen Einsatz einer Vielzahl von Firmen und Bildungsinstitutionen möglich gemacht.

Herzlichen Dank an:

BFH, Höhere Fachschule Holz Biel/Bienne