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ASTA GRÖTING

Where do you see yourself in 20 years?

22.9.-24.11.2019

Vernissage: Samstag 21.9.2019, 17:00

Asta Grötings (*1961, D) Ausstellung vereint ihre frühen Arbeiten, die das Innen nach aussen kehren, und neue Skulpturen und Videos, in denen die Künstlerin die physische und psychische Dekonstruktion des menschlichen Körpers befragt. Ob mit dem Abbilden des Raums, welcher durch die Körper von Liebespaaren während des Geschlechtsverkehrs geschaffen wird, oder dem Sichtbarmachen der Einschusslöcher, die sich im Zweiten Weltkrieg in die Gebäudefassaden Berlins eingeschrieben haben, offenbart Gröting das Innere der Dinge. Sie unterwandert den Duktus monumentaler Skulptur und lenkt unseren Blick auf das nicht Vorhandene sowie auf körperliche und emotionale Lücken und Brüche zwischen Menschen und Dingen. Familienmitglieder, Freunde oder historische Persönlichkeiten dienen Gröting als Modelle, anhand derer sie mit ihrer medienübergreifenden Arbeit abstrakte Qualitäten wie Gedanken, Intimität, Würde, Konflikt und Subjektivität untersucht. Mit ihrer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Lücken, Innenräumen und Innereien hinterfragt sie den Körper als soziales Konstrukt konzeptionell und emotional: Indem sie ihm etwas wegnimmt und dieser Abwesenheit erlaubt, Inhalt zu sein. Auch die drei neuen Videos thematisieren das Verhältnis von Gegenstand und Körper: Die Künstlerin setzt alltägliche Objekte und banale Handlungen in Szene und fokussiert damit deren eindringliche Präsenz und berührende Intensität. Grossformatig projiziert, erinnern sie an Tableaux vivants oder an Stillleben Alter Meister.

Kuratorin der Ausstellung

Felicity Lunn

Öffentliche Führungen

Do 3.10.2019, 18:00 (fr)                  Annick Herren, historienne de l’art

Do 24.10.2019, 18:00 (dt)              Felicity Lunn, Direktorin Kunsthaus Pasquart

Künstleringespräch

So 22.9.2019, 14:00 (eng/fr)         Asta Gröting im Gespräch mit Felicity Lunn

Asta Gröting, First Drink, 2019, Video, 17 min, mit Ton; Courtesy the artist and carlier | gebauer; VG Bild-Kunst, Bonn 2019