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13.09.2009 – 22.11.2009

GENIPULATION Gentechnik und Manipulation in der zeitgenössischen Kunst

Kunst und Wissenschaft stehen seit der frühen Neuzeit in einer spannungsgeladenen als auch befruchtenden Wechselbeziehung. Seit einigen Jahrzehnten regt vor allem der Aufbruch in der Biologie, resp. die moderne Biotechnologie zu Diskussionen und Reflexionen an. Besonders die Entschlüsselung des Codes des Lebens (DNA) und die Gentechnik sowie deren Folgen beschäftigen in unterschiedlicher Weise Wirtschaft und Gesellschaft, was sich auch in der zeitgenössischen Kunst widerspiegelt. KünstlerInnen arbeiten zu unterschiedlichen Bereichen und Fragenstellungen der Manipulation und Gentechnik. Sie setzen sich mit dem neuen Naturverständnis und dem neuen Menschenbild auseinander. Sie stellen Fragen nach der Identität und generell nach den geltenden ethischen Prinzipien sowie nach der Herkunft des Menschen und der Natur. Sie übernehmen Produktionsformen aus der Naturwissenschaft und imitieren diese. Andere verwenden gängige Bilder aus der Wissenschaft und transformieren sie in ihrer ästhetischen Form. Einige gehen sogar noch einen Schritt weiter und spielen mit den Methoden der Gentechnik und berühren damit die Grenzen des Tolerierten. Unter dem Titel GENIPULATION wird anhand von ausgewählten Werken zeitgenössischer internationaler KünstlerInnen der vielschichtigen Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft im Bereich der Gentechnik nachgegangen, wobei die unterschiedlichen Themenkreise exemplarisch untersucht werden.